Pressemitteilung

DSGVO: WhatsApp und Co. können für Unternehmen jetzt richtig teuer werden

München, 07. November 2017 – Mit Inkrafttreten der EU-Datenschutzverordnung werden Kommunikationstools wie WhatsApp für Unternehmen endgültig zum unkalkulierbaren Risiko, warnt die Brabbler AG. Da ein Verbot derartiger Dienste für die Mitarbeiter aber meist wirkungslos ist, sollten sich Unternehmen nach sicheren Alternativen umsehen.

Ab 25. Mai 2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU – und allerspätestens dann kann kein Unternehmen mehr das Thema Datenschutz auf die leichte Schulter nehmen. Waren die Strafen für Verstöße gegen Datenschutzregularien bislang eher moderat, ändert sich das mit der EU-Verordnung grundlegend. Bei Nichteinhaltung der DSGVO drohen Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Firmenumsatzes des vorangegangenen Jahres.

Die Brabbler AG, Spezialist für vertrauliche Kommunikation in Unternehmen, weist darauf hin, dass die Nutzung von Kommunikationsdiensten-Diensten wie WhatsApp oder Slack durch die Mitarbeiter damit zu einem unkalkulierbaren Risiko wird. Der Grund dafür ist vor allem, dass sie keinen ausreichenden Schutz personenbezogener Daten vor fremden Zugriffen bieten. Ganz im Gegenteil.

So liest beispielsweise WhatsApp die Adressbücher der Mitarbeiter inklusive E-Mail-Kontakten und Telefonnummern von Kollegen, Kunden oder Partnern aus und gibt diese Daten an die Konzernmutter Facebook weiter. Außerdem erfasst der Dienst Metadaten von Nutzern, die es erlauben, persönliche Benutzerprofile zu erstellen; und sämtliche Daten, die derartiges ermöglichen, gelten per Definition ebenfalls als personenbezogen. Andere Lösungen wie Slack, Hipchat oder der Facebook Messenger stehen nicht viel besser da, was den Schutz personenbezogener Daten angeht. Darüber hinaus sind diese Tools meist US-amerikanischen Ursprungs, womit eine Datenhaltung in den USA einhergeht. Der europäische Gesetzgeber verlangt aber, personenbezogene Daten nicht in Drittländern zu speichern, in welchen ein zu niedriges Datenschutzniveau herrscht. Das ist derzeit mutmaßlich in Ländern außerhalb der EU der Fall.

„Den Mitarbeitern Messaging-Dienste wie WhatsApp, Slack oder Skype einfach zu verbieten, wird aber nicht viel bringen. Diese Strategie wird von vielen Unternehmen ja schon lange gefahren; mit dem Ergebnis, dass die Mitarbeiter die Dienste trotzdem nutzen und damit eine hochriskante Schatten-IT schaffen“, sagt Fabio Marti, Director Business Development bei Brabbler. “Die Mitarbeiter müssen und möchten moderne Kommunikationstools nutzen, denn sie bieten ihnen ja zweifellos große Produktivitäts- und Effizienzvorteile. Wenn nötig, machen sie das eben an der IT vorbei“.