Messenger Nutzung vs. Bedenken um den Schutz der eigenen Daten


Digitale Kommunikation und Datenschutz:
Was denken die Menschen in Deutschland darüber? 

„@work“-Studie der Brabbler AG (Mai 2018)

Infos zu Studienteilnehmern

Wir haben nachgefragt.

  • Unternimmt die deutsche Gesetzgebung genügend für den Schutz ihrer Bürger?
  • Welches Gefühl hat man bei dem Gedanken an den Schutz der persönlichen Daten im Internet?
  • Werden die Nutzer selbst aktiv, um sich und ihre sensiblen Daten zu schützen?
  • Wie hoch ist Bereitschaft für Dienste Geld zu bezahlen, anstatt private Details an Betreiber und deren Partner auszuhändigen?

Privat machen sich viele Nutzer sorgen um den Datenschutz im Netz.
Das Bewusstsein steigt. 

So gaben ca. zwei Drittel (68%) der Befragten an, beim Gedanken an den Schutz ihrer Online-Daten ein schlechtes Gefühl zu haben. 

Ähnlich viele Befragte (66%) sind der Meinung, dass der Gesetzgeber mehr für den Schutz ihrer Daten im Netz unternehmen sollte.

Selbst aktiv werden für den Schutz der eigenen Daten.

Die Konsequenzen, die daraus gezogen werden, sind aber ebenfalls wieder nur halbherzig. Zwar versucht ein Großteil, seine Daten selbst durch Einzelmaßnahmen besser zu schützen:

  •   Zugriff von Apps eingeschränkt (67%)
  •   Datenschutzhinweise geprüft (65%)

Rund zwei Drittel sind aber der Meinung, sie müssten noch mehr unternehmen, um ihre Daten zu schützen.

Viele Nutzer murren, nur wenige handeln trotz der Datenskandale des Facebook-Konzerns.

Eine überwältigende Mehrheit klagt über den nachlässigen Datenumgang von Facebook. Dennoch, Facebook dominiert. Der Facebook-Konzern stellt vier der fünf meistgenutzten Apps.

88% aller Umfrageteilnehmer nutzen mindestens einen der Dienste des Facebook-Konzerns.

Die jüngsten Datenskandale rund um Facebook haben allerdings ihre Spuren bei den Nutzern hinterlassen. 

  • Von denjenigen Befragten, die mindestens einen Facebook-Dienst nutzen, sind 86% der Meinung, dass Facebook zu sorglos mit ihren Daten umgeht.
  • 41% gaben an, die Nutzung von Facebook-Diensten aufgrund der aktuellen Berichterstattung geändert zu haben. 
  • Einen konsequenten Schlussstrich ziehen aber nur rund ein Viertel. So gaben 24% an sich in den nächsten zwei Monaten von einem der Facebook-Dienste abmelden zu wollen (8% stimmten voll zu und 17% stimmten zu).

Europäische Alternativen sind gefragt.

Mehr als die Hälfte der Befragten, die Dienste des Facebook-Konzerns nutzen, würden europäische Anbieter bevorzugen.

Mit Geld statt mit persönlichen Daten für Apps bezahlen.

Die Vermeintlich-Kostenlos-Geschäftsmodelle der meisten US-amerikanischen Dienste werden von vielen Nutzern durchschaut. Ihnen ist bewusst, dass diese Dienste eben nicht gratis für sie sind, sondern mit ihren persönlichen Daten teuer bezahlt werden müssen. 

So wären beispielweise von den Befragten zwischen 30 und 39 Jahren immerhin knapp ein Fünftel bereit, für einen Dienst zu bezahlen, wenn sie dadurch die Preisgabe ihrer persönlichen Daten vermeiden könnten.

Infografik zum Download


Weitere Studienergebnisse: 
Digitale Kommunikation & Datenschutz am Arbeitsplatz

Zum Report


Über die „@work“-Studie (Mai 2018) 

Die „@work“-Studie“ der Brabbler AG widmet sich sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext dem Einsatz von Kommunikationsdiensten und den Meinungen zum Datenschutz in Deutschland. Die Online-Befragung wurde im Zeitraum vom 4. bis 16. Mai 2018 mithilfe des renommierten Marktforschungsunternehmens Toluna Deutschland GmbH und dessen Umfrageplattform QuickSurveysTM unter n=701 deutschen Berufstätigen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren durchgeführt.